Gruppe Bad
Hersfeld 1447
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Veranstaltungsreihe
„Frei und gleich geboren“
gemeinsam
mit der Arbeitsstelle für Praktische Schritte, der Bad
Hersfelder Friedensinitiative, dem Buchcafé, dem Kirchenkreis
Rotenburg und der Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V.
Das
Programm
können Sie sich als pdf-Datei herunterladen.
1.12.08, 18
Uhr, Wandelhalle im Bad Hersfelder Kurpark
60 Jahre
Menschenrechte
Entstehung,
Vielfalt, Probleme, Zukunftsaufgaben
Wolfgang
Grenz
Musik: Antje Fey-Spengler, Saxophon und Martina Krüger,
Klavier
Der sechzigste Jahrestag der
Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung ist eine gute
Gelegenheit für einen Rückblick auf die Entwicklung der
Menschenrechte weltweit. Grenz wird positive Entwicklungen
herausstellen und Defizite bzw. Rückschritte beim
Menschenrechtsschutz aufzeigen, aber auch auf die aktuellen
Herausforderungen an den Menschenrechtsschutz, insbesondere nach den
Anschlägen vom 11. September 2001, eingehen und schildern, was
Amnesty International in den nächsten Jahren für die
Verwirklichung der Menschenrechte tun will.
Wolfgang
Grenz ist Leiter der Abteilung Länder
und Asyl im Sekretariat der Deutschen Sektion von Amnesty
International in Berlin.
Anschließend Eröffnung der
Ausstellungen „Kontext Nahost“ und „Die Nakba“
zu Israel und Palästina
Die Ausstellungen „Kontext Nahost“ und „Die Nakba“ spiegeln die Situation in Israel und Palästina wieder. Sie sind vom 1. bis 14. Dezember täglich von 8 bis 18 Uhr in der Wandelhalle im Kurpark zu sehen. Gruppen, die eine (Ein-)Führung wünschen, können sich unter 06621/620186 anmelden.
5.12.08, 19
Uhr, Bebra-Imshausen, Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V.,
Herrenhaus im Trottenpark
Ulrike
Poppe, DDR-Bürgerrechtlerin
„Erinnerung
und Verklärung – Das Bild der DDR in den Köpfen der
Deutschen“
Der „bessere deutsche
Staat“ - so wollte sich die DDR selbst gerne sehen und so wird
sie heute – fast 20 Jahre nach dem Fall der Mauer - in
nostalgischer Verklärung von manchen rückblickend
wahrgenommen. Die Erinnerungen an ein „besseres und
gerechteres“ Sozialsystem und an stabile soziale Beziehungen
speisen sich vor allem aus einer Unzufriedenheit mit der Gegenwart
und verdrängen offenbar zunehmend die Erinnerung an Repression,
Grenzregime und das Fehlen demokratischer Einflussmöglichkeiten.
Wie kann es gelingen, nicht nur Faktenwissen zu vermitteln,
sondern eine Brücke zwischen Gefängnis und Lebensalltag
der Menschen in der DDR zu schlagen, die dazu beiträgt,
Deklassierungsgefühle und nostalgische Rückbesinnung
zugunsten eines qualifizierten Geschichtsbildes abzubauen?
Ulrike
Poppe engagierte sich in der Oppositionsbewegung der DDR. Sie war
Mitbegründerin des Netzwerkes „Frauen für den
Frieden“ und der Initiative „Frieden und
Menschenrechte“. 1983 wurde sie zusammen mit Bärbel
Bohley wegen „Verdachts auf landesverräterische
Nachrichtenübermittlung“ für sechs Wochen in
Untersuchungshaft genommen. Poppe gehörte 1989 zu den
Erstunterzeichnern des Gründungsaufrufs der Bürgerbewegung
„Demokratie jetzt“, die sie auch am zentralen „Runden
Tisch“ vertrat. Sie ist Trägerin des
Bundesverdienstkreuzes und wurde 2000 stellvertretend für die
Männer und Frauen aus der DDR, die sich „in ihrer
Überzeugung nicht verbiegen ließen“ mit dem
Gustav-Heinemann-Preis ausgezeichnet. Seit 1991 ist Ulrike Poppe
Studienleiterin für Politik und Zeitgeschichte an der
Evangelischen Akademie zu Berlin.
10.12.08, 20
Uhr, Buchcafé Bad Hersfeld
Konzertlesung
mit Dieter Schenk und Michael Sagmeister (Jazzgitarre)
Polizeihilfe
für Folterregime?
Deutsche
Polizeihilfe macht die Schergen von Folterpolizeien noch
effizienter: Mindestens 109 Staaten, die Mitglieder in der Interpol
sind und mit denen das Bundeskriminalamt kooperiert, lassen Menschen
foltern und misshandeln. Viele dieser Staaten erhalten darüber
hinaus auch Ausbildungs- und Ausstattungshilfen von Bundespolizei,
Landespolizeien, dem BND, dem Bundesamt für Verfassungsschutz,
dem Zoll, der Bundeswehr, dem Militärischen Abschirmdienst und
neuerdings auch von zivilen Sicherheitsinstitutionen.
Das
dokumentiert Dieter Schenk, ehemaliger Kriminaldirektor beim BKA, in
seinem neuen Buch „BKA. Polizeihilfe für Folterregime“,
das in diesem Herbst im Dietz-Verlag erschien. Schenk wirft dem BKA
nicht vor, Gräueltaten zu billigen; vielmehr herrsche der
Grundsatz vor, nichts ändern und nichts verantworten zu wollen.
Die Polizeihilfe solle laut Vorstellung der Verantwortlichen vor
allem der Demokratisierung dienen. Dies werde, so Schenk, jedoch von
den Tatsachen widerlegt.
Dieter Schenk
war von 1982 bis 1989 Kriminaldirektor im BKA. Er
verließ das BKA wegen unüberbrückbarer Gegensätze.
Schenk ist Gründungsmitglied der Bürgerrechtsorganisation
„Business Crime Control“ und der Koordinationsgruppe
Polizei bei amnesty international. Seit 1993 beschäftigt er
sich mit Forschungen zum Nationalsozialismus, schwerpunktmäßig
Polen. Schenk ist Honorarprofessor der Universität in Lodz,
Träger zahlreicher Preise sowie Ehrenbürger der Stadt
Danzig.
Michael Sagmeister ist
einer der kreativsten und bekanntesten Jazzgitarristen in
Deutschland.
12.12.08,
18.30 Uhr, Syrisch-orthodoxe Kirchengemeinde Bebra
Die
Situation von Christen im Irak
Vorträge
und Gespräch
Prof. Dr. Martin
Tamcke, Göttingen
„Bilder, die sich wiederholen?
Dr.
Kamal Sido, Gesellschaft für bedrohte Völker,
Göttingen
„Die aktuelle
Situation der Christen und anderer Minderheiten im Irak. Ein Leben
zwischen Flucht und Vertreibung“
14.12.08, 17
Uhr, Wandelhalle im Bad Hersfelder Kurpark
Abschlussgespräch
zu den Ausstellungen
„Ist Versöhnung möglich?“
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